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Hans Hertlein – Geburtstag 2018

Heute ein „Blick über den Tellerrand“.

Normalerweise widme ich mich den Geburtstagen und Jubiläen, die direkt mit den Bauten der „Ringsiedlung“ zu tun haben. Jetzt dehnen wir das ein klein wenig aus.
Wer wäre dafür besser geeignet als unser heutiges Geburtstagskind Hans Hertlein.
Hans, wer?
Jeder, der sich auch nur ein klein wenig mit der Historie der Siemensstadt auseinandersetzt weiß es sofort. Er war der „Haus- und Hofarchitekt“ der Firma Siemens und hat die Siemensstadt wie kein Anderer baulich geprägt.

Sein Vorgänger Karl Janisch gestaltete das erste Siemensgebäude auf dem Spandauer „Hüner Werder“ im Jahre 1897 und war bis 1914 der leitende Architekt. Im Juli 1912 wurde Hertlein Bauleiter Siemens & Halske AG.
Bei Janischs letzten Projekt, dem Gebäude der Hauptverwaltung am Rohrdamm, sind Hertlein schon große Teile der Innengestaltung übertragen worden. Janisch wechselte 1915 zu einer anderen Firma und Hertlein übernahm seine Stellung als Baudirektor bei Siemens.

Der dynamische Hertlein und der stark architekturbegeisterte „Chefs des Hauses Siemens“, Carl Friedrich von Siemens, bildeten von nun an ein „dream team“.
Hertleins architektonische Handschrift der Industriebauten, die sich an den fortschrittlichen Gestaltungsmodellen der Zeit orientierte, prägten jetzt das Erscheinungsbild der Siemensstadt. Ein herausragendes Beispiel für diesen „Siemens-Hertlein-Stil“ ist der Schaltwerk-Hochbau (1928), mit dem er Architekturgeschichte schrieb, den die Fachwelt zum „Symbol der Moderne“ erklärte. Ein weiterer prägender Bau ist der „Wernerwerk“-Hochbau (1930). Dieser Funktionsbau war von kühler, nüchterner Zweckmäßigkeit und setzte in seiner großzügigen, ja kubischen Monumentalität einen beherrschenden Akzent.

In krassem Kontrast dazu stehen die Wohnungsbauten, wie die Siedlung Heimat (1930 bis 1935) und die Siedlung Siemensstadt (1922 bis 1932) sowie praktisch alle hier von der Firma Siemens initiierten Sozialeinrichtungen. Sie folgen durchweg in dem herkömmlichen, dem traditionellen (konventionellen) Bauen, dem so genannten „Deutschen Baustil“ oder auch „Heimatstil“.
Dessen ungeachtet gelang Hertlein allerdings hervorragend die architektonische Verbindung zu unserer in unmittelbarer räumlicher Nähe etwa zeitgleich in Stil der „Neuen Sachlichkeit“ errichteten „Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung)“ zu seiner „Siedlung Heimat“.
Industriebauten, Wohnbauten, Sozialbauten, ja sogar die beiden Kirchen wurden von Hertlein erstellt. Die zwischen den Kriegen erbaute Siemensstadt stammt fast also gänzlich aus seiner Hand.
Beide Hausarchitekten, Janisch und Hertlein, haben in Ihrer Wirkungszeit das Erscheinungsbild der Siemenswerke und -wohnstätten entscheidend bestimmt. Sie gelten offiziell noch heute als Väter der „Corporate Architecture“ von Siemens.Hans Hertlein – Geburtstag 2018In krassem Kontrast dazu stehen die Wohnungsbauten, wie die Siedlung Heimat (1930 bis 1935) und die Siedlung Siemensstadt (1922 bis 1932) sowie praktisch alle hier von der Firma Siemens initiierten Sozialeinrichtungen. Sie folgen durchweg in dem herkömmlichen, dem traditionellen (konventionellen) Bauen, dem so genannten „Deutschen Baustil“ oder auch „Heimatstil“.
Dessen ungeachtet gelang Hertlein allerdings hervorragend die architektonische Verbindung zu unserer in unmittelbarer räumlicher Nähe etwa zeitgleich in Stil der „Neuen Sachlichkeit“ errichteten „Großsiedlung Siemensstadt (Ringsiedlung)“ zu seiner „Siedlung Heimat“.
Industriebauten, Wohnbauten, Sozialbauten, ja sogar die beiden Kirchen wurden von Hertlein erstellt. Die zwischen den Kriegen erbaute Siemensstadt stammt fast also gänzlich aus seiner Hand.
Beide Hausarchitekten, Janisch und Hertlein, haben in Ihrer Wirkungszeit das Erscheinungsbild der Siemenswerke und -wohnstätten entscheidend bestimmt. Sie gelten offiziell noch heute als Väter der „Corporate Architecture“ von Siemens.

Hertlein hat ab etwa seinem 30. Lebensjahr an bis zu seinem Lebensende tatsächlich nur für einen Auftraggeber gearbeitet: Die Firma Siemens. Auch nach seinem offiziellen Austritt aus dem Unternehmen 1951 blieb er bis zu seinem Tode in allen wichtigen Baufragen in beratender Stellung verbunden.
Zahlreiche Ehrungen, bis hin zum Großen Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland 1957, würdigten Hans Hertleins herausragendes Können und sein Werk bereits zu Lebzeiten. Dennoch bekam er erstaunlicherweise nie die Anerkennung wie etwa Peter Behrens (1868-1940), der unter anderem für das Großunternehmen AEG die Industriearchitektur bestimmte.
Hertlein starb im Alter von fast 82 Jahren am 13. Juni 1963 in Mammern am Bodensee (Schweiz). Er wäre heute 133 Jahre alt geworden. ++++++++++++++++ Text & Foto: © Christian Fessel Wer nach diesem wirklich sehr kurzen Abriss weitere Fragen hat, sei gerne in die Infostation eingeladen

Regelmäßige Touren / Führungen werden von Mann mit Hut Touren durchgeführt. Sämtliche Texte sind auch mit dem Suchstichwort “#cffhistorie” oder auf der Blog Homepage zu finden.zu finden. —————————————————————————————————————–   #WeimarerRepublik #Stadtgeschichte #Bezirksgeschichte #Denkmalschutz #cffhistorie #Siemensbahn #S21 #Siemensstadt #SiemensstadtInfo #Spandau #VisitSpandau #SpandauTour #SiemensstadtTour #EntwicklungsbandWest #Siemens #Siemensstadt2.0 #HansHertlein #ChristianFessel #cffotoberlin #Historie #cffotoberlin #cffHistorie #MannMitHutTouren #MmHT #Historie #Bauhaus100 #Bauhaus #CharlottenburgNord #MannMitHutTouren #UNESCO #Welterbe #PaulRudolfHenning #Charlottenburg

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